Eine kleine Auswahl an Ausflügen

Alconorcales
Alconorcales

Das Biosphärenreservat der UNESCO vor der Tür

 

Ein Weinkeller sagt, der Korken bestimmt die Qualität des Weines. Aber wo kommen überhaupt die Korken her? Aus Andalusien! Wir nehmen Sie mit in das Reich der Korkeichen. Es ist auch ein Reich der seltenen Pflanzen und Tiere. Die Heimat von Ginsterkatzen, Fischotter, Uhu und Zwergadlern. Die landschaftliche Schönheit des artenreichen Mischwaldes und die ineinander übergehenden Gebirgsketten wurden von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt. Es bieten sich für Wanderer eine Fülle an Möglichkeiten, Besucherzentren informieren über die Besonderheiten des Landes, die Korkgewinnung durch die hiesigen Korkeichenbauern, die Stierzucht und nicht zuletzt über die Route der charakteristischen weißen Dörfer.

 

Cadiz
Cadiz

Sehr betagt und doch schön, die alte Dame

 

Wer denkt bei diesem Städtenamen schon an den Piraten Francis Drake, die Barbareskenpiraten aus Algerien oder Admiral Lord Nelson ? Sie alle waren schon da, in Cadiz. Wilde Zeiten, damals.

Nun aber von Anfang an. Cadiz wurde vor 3000 Jahren von den Phöniziern gegründet und auf den Namen des Sohnes Neptun getauft, Gadir. Somit gilt sie als die älteste Stadt Europas. Für den Dichter Lord Byron war sie zudem „Die schönste Stadt der Welt“. Das ist zwar schon eine Weile her, aber sie ist immer noch schön.

Nähert man sich ihr von Weitem, erscheint sie in einem silbernen Glanz durch ihre vielen hellen Dächer, Kuppeln und Silberornamente. Von drei Seiten Meer umspült liegt sie auf einem Muschelfelsplateau. So wurde sie von Matrosen das „Silbertässchen“ genannt. Diesem Namen macht sie noch heute alle Ehre. Sie hat sich sogar richtig herausgeputzt zur 200-Jahr-Feier 2012 der ersten modernen Verfassung Europas, „la Pepa“ genannt.

Auf dem höchstgelegenen Turm, dem Torre Tavira, haben die Besucher eine wunderbare Aussicht und noch etwas ganz Besonderes: Eine "Camera Obscura". Verpassen Sie nicht dieses Erlebnis ! Keine technische Beschreibung könnte dies wiedergeben.

So gibt es viel zu entdecken in und auch außerhalb der Stadt, angefangen bei der Altstadt, den Stränden, über die Salinen, die Flamingos und die Schifffahrt, bis zu den Kanutouren in die Bahia de Cadiz.

 

Gibraltar
Gibraltar

Spanische fish and chips

 

Eigentlich ist es der Siesta der Spanier zu verdanken, dass es Gibraltar in seiner jetzigen Form gibt. Ohne Mittagsschlaf hätten die Engländer den Felsen nicht erobern können. Aber reden wir nicht davon !

Sprechen wir lieber von einem Stückchen England im Tiefen Süden Spaniens. Wo Bobbies den Verkehr regeln, wo fish and chips mit englischem Pfund bezahlt werden. Wäre da nicht das schöne Wetter, man könnte sich auf der Insel wähnen.

Diese Stimmung alleine ist schon einen Ausflug wert.

Aber auch die Höhlen St.Michaels Cave. An sich schon ein großes Naturereignis, finden auch Konzerte in dieser ungewöhnlichen Atmosphäre statt.

Oder der Affenfelsen. Kameras bitte festhalten !

Gibraltar wurde als eine der beiden Säulen des Herakles gesehen. Die andere Säule auf marokkanischer Seite bildete der Berg Dschebel Musa.

Die Säulen waren früher nicht nur das Ende der Welt, sondern auch die Träger des Himmels. Herakles nahm Atlas die Last des Tragens ab um die Äpfel der Hesperiden zu erhalten.

So tragen die beiden Säulen noch immer den Himmel über uns.

 

Montenmedio
Montenmedio

Kunst, Natur und ausgelassene Fahrer ? Natürlich !

Der erste Teil des Ausfluges beginnt mit einer ungewöhnlichen Symbiose aus zauberhafter Landschaft und internationaler Kunst. In einer außergewöhnlichen Landschaft gelegen befindet sich die Privatstiftung Fundacion NMAC. Künstler aus der ganzen Welt reisten an, um vor Ort ihre Kunstwerke entstehen zu lassen. Dieser Skulpturenpark umfasst ca. 30 Hektar schönsten Pinienwaldes. Bei einem Spaziergang werden wir sehr viel Ungewöhnliches entdecken.

Und nicht nur Kunst. Es wurden schon Wildpferde gesehen, Hirsche, Rinder und Mufflons.

Das Gelände selbst ist eine Seltenheit, es ist eine uralte Dehesa. Der Name bedeutet im übertragenen Sinne beweidete Eichenhaine. Diese Eichenwälder wurden früher angelegt, um den iberischen Schweinen Eicheln zu liefern. Der iberische Schinken gehört weltweit zu den besten Erzeugnissen Andalusiens.

Heute wachsen auf dieser ehemaligen Kulturlandschaft Steineichen, Korkeichen, Eukalyptusbäume, Olivenbäume und Pinien.

Der zweite Teil des Ausfluges wird weniger beschaulich sein. Er führt uns auf verschiedenen Strecken durch das Gelände. Wir werden ohne Autoverkehr, Verkehrsregeln und teilweise ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber dafür mit reichlich Herausforderungen für die Fahrer gemeinsam Spaß haben. Dieses ganz besondere Abenteuer ermöglichen uns Quads. Rasantes Fahrvergnügen wird garantiert!

 

Tarifa
Tarifa

Die Faszination hält an

 

Auf dem Weg nach Tarifa fällt es sofort ins Auge, die Namen der Schilder sind abenteuerlich. Da gibt es Aufschriften mit "Punta Paloma", "Surf-Bus", "Hotel Hurricane" und sogar ein Schild mit dem Hinweis "high wind area". Das ist nicht verwunderlich, wenn man weiß, daß dieser Ort zu den Welthauptstädten der Wind- und Kitesurfer gehört. Tarifa ohne Wind ? Das wird schwierig. Aber das wäre auch nicht Tarifa. Unser Ausflug führt uns in eine interessante Stadt. Viele Künstler aus allen Herren Ländern haben sich hier niedergelassen. Sie und die vielen Surfer beleben das Bild dieser alten maurischen Siedlung. Sie gilt als eine der beiden Säulen des Herkules, also das Ende der Welt. Aber sie ist auch die südlichst gelegene Stadt Europas, nur 14 km entfernt vom afrikanischen Kontinent. Steht man an einem der vielen schönen Aussichtspunkte, so liegt einem das Mittelmeer im Osten und der Atlantik im Westen zu Füßen, der Blick geht von einem Kontinent zu einem anderen Kontinent. Welch ein Ort ! Ein Tag ist nicht genug, um diese Stadt zu erkunden. Die Geschichte ist allgegenwärtig, das Surferparadies lockt, die Delphine und Wale wollen in der Straße von Gibraltar gesehen werden und nicht zuletzt lockt das bunte Nachtleben mit seiner quirligen internationalen Szene.